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IFC und PUMA implementieren ein Finanzierungsprogramm zur Einhaltung hoher Sozial- und Umweltstandards in Zulieferbetrieben

Washington D.C., April 14, 2016 – IFC, Teil der Weltbankgruppe, und das Sportunternehmen PUMA sind eine Kooperation eingegangen, um den Zugang zu Finanzierungsmitteln für PUMA-Zulieferer in Schwellenländern zu erleichtern. Dieses innovative Programm, das die IFC erstmals gemeinsam mit einem europäischen Unternehmen etabliert, bietet einen finanziellen Anreiz für Zulieferer, ihre ökologischen, arbeitsschutzrechtlichen und sozialen Standards zu verbessern. Zunächst wird das Programm in Bangladesch, Kambodscha, China, Indonesien, Pakistan und Vietnam angeboten.
Nach einem Preisstaffelungssystem stellt die IFC im Rahmen des Programms kurzfristiges Betriebskapital bereit, um Finanzierungskosten für diejenigen Zulieferer zu senken, die in PUMAs Fabrikbewertungen für Umwelt- und Sozialstandards gut abschneiden. Die Bewertung ergibt sich aus regelmäßigen Fabrikprüfungen von PUMA, in denen das Unternehmen die Einhaltung seiner sozialen und ökologischen Standards prüft.
“Mit diesem Finanzierungsprogramm vertiefen unsere Zulieferer ihre Geschäftsbeziehung mit uns und profitieren von PUMAs guter Reputation und solider Bonität”, sagte Lars Sørensen, PUMAs Chief Operating Officer. “Damit ist es das erste Programm in unserem Unternehmen, das die positive Bewertung eines Zulieferers im Rahmen von PUMAs Umwelt- und Nachhaltigkeitsprogramm mit einem finanziellen Anreiz verknüpft.“
Sérgio Pimenta, IFC Director of Manufacturing, Agribusiness & Services sagte “Die Vereinbarung mit PUMA treibt die Bemühungen der IFC voran, kleine und mittelständische Unternehmen, die für PUMA fertigen, darin zu unterstützen, ihre ökologischen und sozialen Standards zu verbessern und zugleich gute Geschäftsergebnisse zu erzielen.“
Ball Planet, ein Zulieferer von Fußbällen mit Fabriken in China, ist der erste Zulieferer, der sich dem Programm anschließt. “Wir freuen uns darüber, diese Finanzierunghilfe in Anspruch nehmen zu können, insbesondere, weil es stets eine große Herausforderung darstellt, Zugang zu kostengünstigen Finanzierungsmöglichkeiten zu erhalten“, so Ken Hong, General Manager von Ball Planet Industrial Ltd. “Dieses innovative Programm wird uns nicht nur dabei helfen, unseren Cashflow zu verbessern, sondern bietet auch einen finanziellen Anreiz, unsere ökologischen, arbeitsschutzrechtlichen und sozialen Standards zu optimieren. Letzteres führt zu einer Reduzierung unserer operativen Aufwendungen und trägt damit zu einer Steigerung unserer Produktivität bei.“
Die IFC und PUMA haben ihre gemeinsame Initiative in Kooperation mit GT Nexus eingeführt, ein cloud-basiertes Netzwerk, das als Plattform für weltweiten Handel und das Management von Beschaffungsketten fungiert. Die Plattform liefert ihren Nutzern in Echtzeit wichtige Informationen über verschiedene Beschaffungs-Funktionen hinweg und optimiert so den Warenverkehr, Geldströme und den Informationsfluss.
Die IFC stellt Zulieferern in der Textil- und Schuhindustrie durch ihr “Global Trade Supplier Finance”-Programm (GTSF) Betriebskapital zur Verfügung, das von Forderungen an internationale Käufer gedeckt wird. Dieses skalierbare Modell ermöglicht Zulieferern in Schwellenländern den Zugriff auf kostengünstige Finanzierungsmöglichkeiten für ihre offenen Außenstände. Das 2010 eingeführte GTSF-Programm der IFC hat – in verschiedenen Währungen – ein Volumen von insgesamt über 500 Millionen US-Dollar und unterstützt Zulieferer aus Schwellenländern und kleine bis mittelständische Exporteure durch kurzfristige Finanzierungen und begleitende Beratung.
Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) beschäftigt die Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie, weltweit, etwa 60 Millionen Menschen, darunter viele junge Frauen. Die IFC investiert in diesen Sektor, da er formale Arbeitsplätze für gering qualifizierte Arbeitskräfte schafft, und damit einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Armut in den Entwicklungsländern leistet. Die IFC unterstützt die Industrie unter anderem durch das “Better Work” Joint-Venture-Programm; ein Engagement, das gemeinsam mit der ILO eingegangen wurde. Das Programm “Better Work”, das seit 2009 aktiv ist, zielt sowohl auf die Verbesserung der Einhaltung von Arbeitsnormen, als auch auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von globalen Lieferketten ab.
IFC
Die Internationale Finanz-Corporation (IFC), Teil der Weltbankgruppe, ist weltweit eine der bedeutendsten Entwicklungsbanken, die sich auf die Finanzierung des privaten Sektors in Schwellenländern konzentriert. In Zusammenarbeit mit mehr als 2.000 Unternehmen weltweit, nutzt die IFC ihr Kapital, ihre Expertise und ihren Einfluss, um Investitionschancen in diesen Ländern zu ermöglichen. Im Finanzjahr 2015 stiegen die Langzeitinvestitionen der IFC in Entwicklungsländern auf fast 18 Milliarden US-Dollar und leisteten mit der bereitgestellten Hilfe für den Privaten Sektor einen wichtigen Beitrag in den Bestrebungen, extreme Armut zu reduzieren und die Verteilung von Wohlstand zu fördern. Weitere Informationen finden Sie unter
PUMA
PUMA ist eine der weltweit führenden Sportmarken, die Schuhe, Textilien und Accessoires designt, entwickelt, verkauft und vermarktet. Seit über 65 Jahren stellt PUMA die innovativsten Produkte für die schnellsten Sportler der Welt her. Zu unseren Performance- und sportlichen Lifestyle-Produktkategorien gehören u.a. Fußball, Running, Training und Fitness, Golf und Motorsport. PUMA kooperiert mit weltweit bekannten Designer-Labels wie Alexander McQueen und Mihara Yasuhiro und bringt damit innovative und dynamische Designkonzepte in die Welt des Sports. Zur PUMA-Gruppe gehören die Marken PUMA, Cobra Golf, Dobotex und Brandon. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in über 120 Ländern und beschäftigt weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter. Die Firmenzentrale befindet sich in Herzogenaurach/Deutschland. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
GT Nexus
GT Nexus, ein Infor-Unternehmen, betreibt die weltweit größte Cloud-basierte Businessnetzwerk- und Ausführungsplattform für weltweiten Handel und das Management von Beschaffungsketten. Über 25.000 Unternehmen aus ganz unterschiedliche Branchen, darunter die Adidas Gruppe, Caterpillar, Citi, Columbia Sportswear, DHL, Electrolux, Levi Strauss & Co., Nestlé und Sears, verwenden GT Nexus als ihre standardmäße, Multi-Enterprise-Kollaborationsplattform. Dies verhilft allen Netzwerkteilnehmern  gegen einen Kern, in Echtzeit zu arbeiten, und stets alle Informationen über mehrere Beschaffungsketten-Funktionen vorzufinden, wodurch es ermöglicht wird, den Fluss von Waren, Fonds und Handelsinformationen, vom Zeitpunkt der Bestellung bis hin zur endgültigen Zahlung, zu optimieren. Für weitere Informationen, besuchen Sie uns bitte unter
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